21. Oktober 2026

Mission 2035 – Gemeinsam die Zukunft der DLRG gestalten

Mitteilung

Wie sieht die DLRG im Jahr 2035 aus? Welche Strukturen brauchen wir, damit unsere Arbeit auch in Zukunft erfolgreich funktioniert? Und vor allem: Wie können wir das Ehrenamt so gestalten, dass es attraktiv bleibt und Menschen sich auch künftig gerne in der DLRG engagieren? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich die Mission 2035 der DLRG Nordrhein.

Dabei geht es nicht darum, von heute auf morgen alles neu zu machen. Vielmehr soll gemeinsam betrachtet werden, wo unsere Strukturen heute stehen, vor welchen Herausforderungen wir in den kommenden Jahren stehen und welche Veränderungen notwendig sind, damit die DLRG zukunftssicher aufgestellt ist. Die Mission 2035 bietet damit die Chance, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen, neue Ideen zu entwickeln und gemeinsam konkrete Perspektiven für die Zukunft zu erarbeiten.

Für die Bearbeitung der Mission 2035 wurden drei Gruppen gebildet, in denen drei unterschiedliche Teilprojekte bearbeitet werden. Das Besondere dabei ist die breite Beteiligung innerhalb des gesamten Landesverbandes. Mitglieder des Landesverbandes sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Bezirken und Ortsgruppen aus dem gesamten Landesverband Nordrhein bringen sich aktiv in diesen Prozess ein. In zahlreichen Treffen wurde und wird gemeinsam diskutiert, analysiert, hinterfragt und nach Lösungen gesucht. Viele Termine haben bereits stattgefunden, weitere Treffen werden folgen.

Damit kommen ganz unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen zusammen. Menschen, die auf Landesebene Verantwortung tragen, treffen auf Vertreterinnen und Vertreter aus Bezirken und Ortsgruppen, in denen die tägliche ehrenamtliche Arbeit stattfindet. Genau diese unterschiedlichen Perspektiven sind aus unserer Sicht wichtig, denn die Herausforderungen, vor denen die DLRG steht, können nicht aus einer einzigen Sichtweise betrachtet werden.

Auch wir als DLRG Oberhausen beteiligen uns an zwei der drei Teilprojekte. Für uns ist diese Beteiligung mehr als nur die Teilnahme an verschiedenen Sitzungen. Wir wollen unsere Erfahrungen aus der Arbeit vor Ort einbringen und gleichzeitig die Möglichkeit nutzen, gemeinsam mit anderen Gliederungen über die Zukunft unserer Organisation nachzudenken.

Denn eines ist für uns klar: Man kann nicht immer nur kritisieren, dass sich etwas verändern muss. Wenn wir feststellen, dass bestimmte Strukturen nicht mehr zu den Anforderungen der heutigen Zeit passen oder weiterentwickelt werden müssen, dann sollten wir uns auch selbst an der Veränderung beteiligen. Genau das möchten wir mit unserer Mitarbeit an der Mission 2035 tun. Wir wollen Verantwortung übernehmen, unsere Erfahrungen einbringen und gemeinsam mit anderen daran arbeiten, tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.

Eine Frage ist für uns dabei besonders wichtig: Was können wir von ehrenamtlich engagierten Menschen erwarten und was können ehrenamtliche Strukturen tatsächlich leisten? Die DLRG lebt vom Ehrenamt. Unsere Schwimmausbildung, der Wasserrettungsdienst, die Jugendarbeit, der Katastrophenschutz und viele weitere Aufgaben werden von Menschen getragen, die ihre Freizeit für andere einsetzen. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen. Beruf, Familie, Schule, Studium und andere Verpflichtungen lassen bei vielen Menschen weniger freie Zeit. Auch die Erwartungen an freiwilliges Engagement haben sich verändert.

Deshalb müssen wir uns ehrlich und intensiv mit der Frage auseinandersetzen, welche Aufgaben wir unseren Ehrenamtlichen übertragen können und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, das Ehrenamt kleiner zu machen. Im Gegenteil: Wir müssen unsere Strukturen so gestalten, dass ehrenamtliches Engagement auch in Zukunft möglich, attraktiv und erfüllend bleibt.

Aus unserer Sicht gibt es innerhalb der DLRG bereits heute sehr viele gute Ideen, Erfahrungen und unterschiedliche Ansätze, wie Strukturen weiterentwickelt werden können. Diese Erfahrungen dürfen nicht verloren gehen. Sie müssen gesammelt, geordnet und miteinander verbunden werden. Genau hier sehen wir eine wichtige Aufgabe der Mission 2035. Die vorhandenen Handlungsansätze müssen aus unserer Sicht kanalisiert und so aufbereitet werden, dass sie den Verantwortlichen in den Gliederungen eine Orientierung geben können.

Ein mögliches Ergebnis könnte deshalb ein gemeinsamer Leitfaden für die Gliederungen sein. Ein solcher Leitfaden könnte aufzeigen, welche Aufgaben sinnvoll auf welcher Ebene wahrgenommen werden können, welche Unterstützung Ortsgruppen und Bezirke benötigen, welche Anforderungen an ehrenamtlich Tätige gestellt werden können und wo Ehrenamtliche Entlastung benötigen. Ebenso könnten darin erfolgreiche Strukturen und neue Formen der Zusammenarbeit beschrieben werden. Ziel sollte sein, Orientierung und Handlungsmöglichkeiten zu geben und gleichzeitig ausreichend Raum für die unterschiedlichen Voraussetzungen vor Ort zu lassen.

Denn nicht jede Ortsgruppe oder Bezirk ist gleich und nicht überall sind die Rahmenbedingungen identisch. Deshalb kann es aus unserer Sicht auch nicht den einen Lösungsweg für alle geben. Wichtig ist vielmehr ein gemeinsamer Orientierungsrahmen, der unterschiedliche Möglichkeiten aufzeigt und den einzelnen Gliederungen hilft, für ihre jeweilige Situation passende Lösungen zu entwickeln.

Die Mission 2035 ist aus unserer Sicht deshalb eine große Chance, gemeinsam über die Zukunft der DLRG nachzudenken und konkrete Perspektiven zu entwickeln. Wir als DLRG Oberhausen möchten unseren Teil dazu beitragen. Durch unsere Mitarbeit in zwei der drei Teilprojekte wollen wir Erfahrungen aus unserer täglichen Vereinsarbeit einbringen, andere Sichtweisen kennenlernen und gemeinsam mit den vielen engagierten Menschen aus dem Landesverband an Lösungen arbeiten.

Unser Wunsch ist, dass am Ende nicht nur viele Stunden diskutiert worden sind, sondern konkrete und umsetzbare Ideen entstehen, die unseren Gliederungen tatsächlich helfen. Eine zukunftssichere DLRG braucht verlässliche Strukturen und engagierte Menschen. Beides gehört untrennbar zusammen. Deshalb ist es wichtig, heute darüber zu sprechen, wie die DLRG morgen aussehen soll und welche Voraussetzungen wir dafür schaffen müssen.

Wir freuen uns, dass wir als DLRG Oberhausen Teil dieses Prozesses sind und gemeinsam mit vielen anderen DLRGlerinnen und DLRGlern an unserer Zukunft arbeiten können. Denn Zukunft entsteht nicht allein dadurch, dass wir darüber sprechen, was besser werden muss. Zukunft entsteht vor allem dann, wenn wir bereit sind, uns einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Weiterführende Informationen auf den Internetseiten der DLRG Nordrhein.